
Entwicklungshilfe: Aus für ein Bonner Bundesministerium?
Wenn es nach dem Willen von CDU und CSU in den Koalitionsverhandlungen geht, dann hat Bonn in Zukunft ein Ministerium weniger. Denn die Union will das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ als eigenständiges Ressort schließen und ans Auswärtige Amt andocken. Die SPD sieht das ganz anders, sie will das BMZ in Bonn stärken und besser ausstatten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.03.2025 04:54
Auch aus der Politik, von Kirchen und Organisationen kommt Kritik an den Plänen von CDU/CSU. „Brot für die Welt“ spricht von einem fatalen Fehler und einer Hiobsbotschaft für notleidende Menschen. Auch frühere CDU/CSU-Spitzenpolitiker appellieren, die Entwicklungs-Kürzungen nicht umzusetzen, zum Beispiel Ex-Wirtschaftsminister Peter Altmaier und der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert. Sie sagen: „Entwicklungszusammenarbeit stärkt internationale Partnerschaften, verhindert Krisen und schützt unsere Interessen.“ Es sei um Vielfaches teurer, auf Krisen und Konflikte zu reagieren, als ihnen vorzubeugen. Den Appell haben unter anderem auch Sigmar Gabriel sowie der Zentralrat der Katholiken und die Synode der Evangelischen Kirche Deutschland unterschrieben.