Anzeige
Erzbistum will auch nach dem Tod des Verdächtigen weiter aufklären
Teilen:

Erzbistum will auch nach dem Tod des Verdächtigen weiter aufklären

Das Erzbistum Köln will den möglichen sexuellen Missbrauch durch einen Geistlichen aus Ruppichteroth weiter aufklären. Nachdem ihm der Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen wurde, hatte sich der Mann am Wochenende das Leben genommen.

Veröffentlicht: Dienstag, 23.02.2021 04:40

Anzeige

Das Erzbistum Köln hatte ihn vier Tage zuvor von seinen Aufgaben als Seelsorger in Neunkirchen-Seelscheid entbunden. Außerdem war ihm der Kontakt zu Minderjährigen untersagt worden, teilte das Erzbistum mit. Ende vergangenen Jahres hatte das mutmaßliche Opfer dem Kölner Erzbistum mitgeteilt, dass der Beschuldigte ihn in den 1990er Jahren sexuell missbraucht haben soll. Das Bistum habe daraufhin im Januar kirchliche Voruntersuchungen eingeleitet und den Fall Anfang Februar an die Staatsanwaltschaft Bonn übergeben. Die stellt die Ermittlungen jetzt aber ein, weil der Beschuldigte verstorben ist. Das Erzbistum will am kommenden Wochenende alle Einsatzorte des Mannes veröffentlichen. Falls es weitere Opfer des Mannes gibt, sollten sie sich beim Erzbistum melden. CM

Anzeige

Wenn Sie Suizidgedanken haben, machen sich um jemanden Sorgen oder haben einen Menschen aufgrund eines Suizides verloren? Sprechen Sie darüber mit jemandem. Sie können sich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222) oder www.telefonseelsorge.de besuchen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige