
Er war eigentlich auf der Suche nach einem Auto und kontaktierte dafür eine Frau in den sozialen Netzwerken. Zum Autokauf kam es dann nicht. Die Frau bot ihm aber ihr Erbe von 250.000 Euro an, weil sie im Sterben liege und keine anderen Erben habe. Der Siegburger sollte nur die Anwaltskosten übernehmen. Er überwies über 2.000 Euro nach Italien, Litauen und Frankreich - und wartete danach vergebens auf die Viertelmillion.
Betrugsmasche schon lange bekannt
Die Betrugsmasche ist seit den 2000er Jahren als "Nigerian Price Scam" bekannt, weil viele Betrüger anfangs oft das nigerianische Königshaus als Absender angaben. Dabei hatte Nigeria nie einen König. Damals schickten angeblich bedrohe ausländische prinzen oder Notare, die ein herrenloes Erbe verwalten, E-Mails an ahnungslose Empfänger. Weltweit hat diese betrugsmasche schon einen Schaden von rund 2,5 Milliarden Euro verursacht.