
Flutkatastrophe: Malu Dreyer vertraute auf Katastrophenschutz
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat am Freitag im Untersuchungsausschuss des Landtags ausgesagt. Hintergrund: Die Flutnacht im Kreis Ahrweiler.
Laut Medienberichten habe sie darauf vertraut, dass der Katastrophenschutz vor Ort funktioniert. Bis zum späten Abend des 14.Juli habe es laut Dreyer keinen Hinweis auf eine solche Flutkatastrophe gegeben.
Veröffentlicht: Sonntag, 10.04.2022 06:47
Die Opposition wirft der Landesregierung Führungsversagen vor. Es habe intern keine klare Kommunikation gegeben. So geriet auch die ehemalige rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel unter Druck. Die Grünenpolitikerin sprach noch am späten Nachmittag des 14. Juli davon, dass "kein Extremhochwasser" drohe. Dabei hatte ihre eigene Behörde da schon längst extreme Pegelstände vorhergesagt. Und die lagen weit über den Werten früherer "Jahrhundert-Hochwasser". Strafrechtliche Versäumnisse der Landesregierung sieht die Staatsanwaltschaft Koblenz bislang keine. Weitere Sitzungen folgen im Mai und Juni.