
Freispruch nach Vergewaltigungs-Vorwurf
Das Bonner Landgericht hat einen 51-jährigen ehemaligen Soldaten in einem Vergewaltigungsprozess freigesprochen. Es ging um die Vergewaltigung der Adoptivtochter vor 20 Jahren. Generell glaubte das Gericht, dass die heute 29-jährigen Frau in der Kindheit missbraucht worden war.
Veröffentlicht: Freitag, 20.11.2020 10:43
Der genaue Ablauf und Hintergrund konnte aber nicht geklärt werden. Daher wurde der Angeklagte nach dem Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen. Er selber hatte die Taten vehement bestritten und sieht sich als Opfer eines Erpressungsversuches seiner Ex-Frau, der Mutter des Kindes. Die Tochter war im Prozess erst als Nebenklägerin aufgetreten, hatte in den insgesamt vier Vernehmungen aber unterschiedliche Aussagen gemacht und vor Gericht letztendlich gar nichts mehr sagen wollen, dann hatte sie auch die Klage selber fallen lassen. Daraufhin plädierten Staatsanwaltschaft und Verteidigung für den Freispruch.
DG