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Großer Kino-Zoff
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Großer Kino-Zoff

Wem es in seiner Paar-Beziehung zu harmonisch zugeht, der kann sich bei Netflix anschauen, wie man auch als Liebespaar so richtig fies werden kann. John David Washington (Sohn von Denzel) und Shootingstar Zendaya liefern sich einen eindrucksvollen verbalen Fight.

Veröffentlicht: Donnerstag, 25.02.2021 07:45

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Malcolm & Marie

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Erstmal vorweg: man muss Filme mögen in denen nur zwei Schauspieler zu sehen sind, die sich den ganzen Film über unterhalten. Und man muss schwarz/weiss Filme mögen. Wer da sagt: mag ich, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen. John David Washington (zuletzt Hauptdarsteller in Tenet) und Zendaya liefern sich ein wortreiches Duell. Er bezeichnet sie als nervigste, unerträglichste und schwierigste Frau, die er je getroffen hat, aber er liebt sie! Sie bezeichnet ihn als sehr sensibel wenn er nicht gerade ein emotionaler Terrorist ist: Sie unterhalten sich, sie streiten sich, sie beleidigen sich gegenseitig, sie kreischen sich an. Es geht sehr leidenschaftlich zu im Film und das meine ich zu 95% auf der verbalen Ebene.

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Wortreiches Kammerspiel

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Wie das so ist wenn es kein CGI gibt und keine Actionstunts und keine aufregenden Kulissen ausser einen sehr stylischen Luxus-Bungalow abseits in Malibu - dann liegt die volle Konzentration beim Zuschauen auf dem schauspielerischen Talent. Und da hatte - für meinen Geschmack - Zendaya die Nase etwas vorn. Ihr Gesicht zeigt so viele unterschiedliche Facetten. Dafür hält John David Washington die leidenschaftlicheren (manchmal etwas zu langen) Monologe. Er spielt einen Regisseur, der gerade von seiner Filmpremiere kommt und wie er sich über eine noch in der Nacht veröffentlichte Kritik über seinen Film in Rage redet - das ist großes Kino.

Malcolm & Marie ist ein Kammerspiel um ein Paar. Er Filmemacher, sie Ex-Junkie, Model, Schauspielerin. Und was die sich für Dinge gegenseitig an den Kopf werfen, wie die sich seelisch gegenseitig verletzen, da werden Grenzen überschritten. Und die schenken sich da auch beide nichts. Ausgangspunkt des Streits ist die Filmpremiere auf der ER vergessen hat IHR zu danken. In der Folge geht es um Rassendiskriminierung, um den Kampf Filmemacher gegen Kritiker, es geht um verletzte Eitelkeit. Ich hab gar nicht versucht zu hinterfragen, wohin der Film will - ich hab`s einfach nur genossen, diesem Schauspiel in einem stylischen schwarz/weiss zuzugucken. (Neu bei Netflix)

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