
Heute: Die Bombenentschärfung und ihre Folgen
In Köln steht heute die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg an. Am Montag waren drei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, die heute entschärft werden müssen. Davon sind rund 20.000 Menschen betroffen. Sie müssen ihre Wohnungen verlassen. Außerdem liegen drei Rheinbrücken, zwei Pflegeheime, ein Krankenhaus und der Bahnhof Messe/Deutz im Evakuierungsbereich.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.06.2025 04:24
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Bahnpendler können ab 8 Uhr nicht mehr am Bahnhof Messe/Deutz ein- und aussteigen. Züge, die über den Hauptbahnhof fahren, fahren stattdessen direkt über die Hohenzollernbrücke dorthin. Während der Entschärfung ist allerdings auch die Hohenzollernbrücke gesperrt. Züge, die von der rechten Rheinseite nach Köln fahren, müssen dann vor dem Bahnhof Messe/Deutz halten oder werden umgeleitet. Die Deutsche Bahn rät auf RBRS-Anfrage, vor Abfahrt den DB-Navigator zu checken. Regulär wird der Bahnverkehr wohl erst am Abend wieder fahren können.
Verschobene Show in der LANXESS arena
Auch die LANXESS arena in Deutz liegt im Evakuierungsbereich. Dort wäre eigentlich heute Abend der Comedian Teddy Teclebrhan aufgetreten. Wie die Arena auf RBRS-Anfrage mitteilt, muss die Show aber auf Sonntag verschoben werden. Das liegt daran, dass heute den ganzen Tag über in der Halle nicht aufgebaut werden kann. Die regulären Shows für Donnerstag, Freitag und Samstag finden normal statt. Die Tickets für heute Abend behalten automatisch ihre Gültigkeit für den Ersatztermin am Sonntag. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der LANXESS arena.
Weitere Auswirkungen
Wegen der Entschärfung der drei Fliegerbomben muss unter anderem auch das Eduardus-Krankenhaus in Köln-Deutz evakuiert werden. Die rund 180 Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, oder entlassen, wenn es medizinisch geboten war. Auch das Hyatt Regency Hotel und das Kölner Maritim Hotel müssen evakuiert werden. Aus dem Kölner Maritim wurden mehrere Veranstaltungen mit hunderten Teilnehmern in das Bonner Maritim verlegt.