
Ihr merkt es alle: Die Inflation hat seit Anfang des Jahres Fahrt aufgenommen. Für viele Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs, müssen wir mehr bezahlen. Andererseits erhält man für Anlagen wie Fest- und Tagesgelder immer noch kaum Zinsen. Wo gibt´s noch Alternativen für Zinsjägerinnen und Zinsjäger? Das ist das Thema im aktuellen Finanztipp mit Dominik Becker.
Wie lege ich mein Geld an oder wie teile ich mein Geld auf? Es gibt da die Faustregel: Drei bis vier Monatsgehälter so anlegen, dass ihr immer drankommt. Ohne Blick auf Zinsen. Mit dem Geld was ich erst in fünf Jahren oder später brauche, ist eine andere Strategie gefragt. Mit einer intelligenten Anlage sorgt ihr dafür, dass ihr auch in zehn Jahren eure Kaufkraft erhaltet. Mehr Infos dazu hat Finanzexperte Maximilian Blusch. Er erklärt auch, warum es überhaupt negative Zinsen gibt.
„Die negativen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Schon seit Langem müssen Kreditinstitute für Guthaben, die sie dort unterhalten, einen Negativzins von einem halben Prozent bezahlen. Diese zusätzlichen Kosten haben die Institute lange Zeit selbst getragen. Jetzt lassen sich viele einen Teil des Aufwands von Kundinnen und Kunden bezahlen. Allerdings bieten die meisten Sparkassen und Banken auch alternative, intelligente Anlagemöglichkeiten für ihre Kunden an. Für Anlagebeträge ab etwa 10.000 Euro, bei Laufzeiten von drei bis über 80 Monaten, gibt es in Europa immer noch Zinsen, bis zu rund einem 3/4 Prozent p.a. (zwischen 0,01 und 0,75 Prozent). Man findet solche Angebote etwa über sogenannte „Zinsnavis“. Anstatt solche Portale irgendwo im Netz zu suchen und dabei das Risiko einzugehen, beim Falschen zu landen (Stiftung Finanztest!), könnt Ihr über Euer vertrautes Kreditinstitut einfach eine Anlage in Euro vornehmen. Eine Unterschrift bei Eurer Beraterin oder Eurem Berater reicht aus, die erledigen alles für Euch. Die Anlage erfolgt iin der Regel ohne Kosten.“
Meist hat eure Sparkasse oder Bank die entsprechenden Angebote für euch ausgewählt. Die angebotenen Institute besitzen ein gutes Rating und kommen aus einem europäischen Land mit stabiler Volkswirtschaft. Bis zu 100.000 Euro sind in der EU pro Sparer und Bank gesetzlich gesichert.
„Auch über (Renten-)Versicherungen kann man mit Einmalanlage bei einer Anlagedauer von mindestens fünf Jahren noch mit einer Verzinsung von um 0,7 Prozent bis über 1 Prozent p.a. rechnen (nach heutiger Überschussbeteiligung Stand März 2022). Aber denkt an die Inflation! Sie bedroht Euer Erspartes derzeit mit einer rund zahnfach höheren Rate als das Verwahrentgelt. Gerade bei langjährigen Anlagen schlägt dies besonders zu Buche. Eine Geldanlage am Kapitalmarkt zum Beispiel in klassischen Aktienfonds oder ETFs wirkt dem entgegen. Selbst wenn Ihr nur einen kleineren Teil in Aktienfonds anlegt, ist über längere Sicht meist eine Rendite für das insgesamt angelegte Kapital zwischen 1 und 3 Prozent im Jahr möglich.“
Mehr Infos im Netz
Im Netz werden wichtige Fragen geklärt, zum Beispiel zu Spar- und Anlageprodukte oder wie man Zinsen sammelt. Weitere spannende Texte gibt es auf meinkoelnbonn.de und bei der Stiftung Warentest.