
JVA Siegburg: Hass als Motiv für mögliche Revolte
Ein tiefgreifender Hass gegen die JVA und ihre Beamten - das war wohl das Motiv einiger Insassen der Siegburger JVA für eine geplante Gefängnismeuterei. Sie hatten möglicherweise einen bewaffneten, also gewaltsamen Aufstand geplant und schon vorbereitet. Der Hinweis dazu war von einem Mithäftling gekommen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.2026 12:37
Daraufhin hatten rund 100 Polizeibeamte am Dienstagabend ja die Anstalt durchsucht. Wir hatten darüber berichtet. Vier Handys und wohl eine kleine Menge Drogen wurden dabei gefunden. Waffen fanden die Ermittler nicht. Heute hat NRW-Justizminister Benjamin Limbach vor Ort über die Ermittlungen informiert.
Demnach hatte der Hinweisgeber von Messern gesprochen, die wohl über die Mauer in die JVA geworfen worden seien. Außerdem beschuldigte er zwei Beamte der Korruption. Sie sollen für 2.600 Euro mehrere Handys ins Gefängnis gebracht und an die Insassen verkauft haben. Gewusst haben soll der Hinweisgeber das alles aus Chats einer Whatsapp-Gruppe der Häftlinge. Limbach betonte heute mehrfach, dass es sich erstmal nur um Hinweise handele. Für verlässliche Erkenntnisse müsse man die weiteren Ermittlungen abwarten. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen speziell in der JVA Siegburg sind vorerst nicht geplant.