Nach Raserfahrt: 25-Jähriger in Psychiatrie
Am Bonner Landgericht ist ein aufsehenerregender Prozess um eine gefährliche Raserfahrt durch die Bonner Innenstadt zu Ende gegangen. Ein 25-Jähriger, der wegen versuchten Totschlags angeklagt war, wird in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Nach Angaben des Gerichts war der Mann nicht schuldfähig. Er leide seit seiner Jugend an einer psychischen Erkrankung und habe zum Tatzeitpunkt den Bezug zur Realität verloren.
Veröffentlicht:
Prozess am Bonner Landgericht beendet
Hintergrund des Verfahrens ist ein Vorfall aus Dezember des vergangenen Jahres. Der damals 25-Jährige soll ohne Führerschein mit hoher Geschwindigkeit durch die Bonner Innenstadt gefahren sein und dabei mehrere Unfälle verursacht haben.
Gegen 20:15 Uhr prallte er laut Anklage gegen ein stehendes Auto. Als der Fahrer ausstieg, soll der Angeklagte anschließend mehrfach versucht haben, den Mann mit seinem Wagen zu überfahren. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass er so den Unfall und seine Fahrt ohne Führerschein vertuschen wollte.
Gericht sieht psychische Erkrankung als entscheidend
Das Landgericht Bonn ordnete nun die Unterbringung des 25-Jährigen in einer psychiatrischen Einrichtung an. Nach Einschätzung des Gerichts war der Mann zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig.
Er selbst hatte im Prozess angegeben, vor der Tat Stimmen gehört zu haben, die ihn zu seinen Handlungen gebracht hätten. Nach Gerichtsangaben habe er infolge seiner psychischen Erkrankung den Bezug zur Realität verloren.
Opfer inzwischen wieder wohlauf
Das damals 76 Jahre alte Opfer hat den Angaben des Gerichts zufolge die Ereignisse körperlich überstanden. Ihm gehe es inzwischen wieder gut.