
Mehr Ticketeinnahmen: VRS zieht Jahresbilanz
Es lief ganz gut im Verkehrsverbund Rhein-Sieg VRS im vergangenen Geschäftsjahr. Die Verkehrsunternehmen im Verbund nahmen zusammen fast 627 Millionen Euro durch Ticketverkäufe ein - ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 11:09
Das lag zum einen am gestiegenen Preis für das Deutschlandticket, zum anderen am Erfolg der eezy-App, dem elektronischen Luftlinien-Tarif in NRW. Dadurch wurden im letzten Jahr im VRS-Gebiet knapp 4,8 Millionen Euro eingenommen. Damit haben sich die Einnahmen verdoppelt. Alleine im Dezember gab es im Verbund eine Viertelmillion Fahren mit der App.
Deutschlandticket im RBRS-Land weiterhin beliebt
Das Deutschlandticket kommt im Gebiet des VRS, des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg weiter gut an. Mehr als 800.000 Menschen waren hier im letzten Jahr jeden Monat mit dem Deutschlandticket unterwegs. Das steht im VRS-Jahresbericht. Damit sei das Ticket aus dem Nahverkehrskosmos bei uns nicht mehr wegzudenken, sagte VRS-Chef Michael Vogel. Besonders erfreulich findet er den großen Anteil an Deutschlandjobtickets. Der liege schon bei 22 Prozent. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf reichten aber weiter nicht, um die Kosten zu decken. Das geht nur mit der Förderung durch Bund und Länder, heißt es. Der Preis liegt aktuell bei 63 Euro. Trotz der Preiserhöhung zum Jahresanfang sei die Zahl der verkauften Deutschlandtickets hier aber kaum gesunken. Um sie weiter zu steigern und den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen, fordert Vogel aber außerdem verlässliche und stabile Verbindungen und eine bessere Anbindung der ländlichen Gebiete.