
Nach Angriff auf Sanitäter in Troisdorf: Feuerwehrgewerkschaft in Sorge
"Helfer sind keine Opfer!" - das sagt die Feuerwehrgewerkschaft NRW und meldet sich damit nach dem brutalen Angriff auf einen Sanitäter in Troisdorf zu Wort. Gewalt und Übergriffe gegen Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte hätten ein inakzeptables Ausmaß erreicht.
Veröffentlicht: Dienstag, 08.07.2025 05:45
Respekt sollte "selbstverständlicher Anstand" sein
Jeder Angriff sei einer zuviel - egal ob in der Großstadt oder auf dem Dorf, heißt es von der Deutschen Feuerwehr Gewerkschaft. Sie prangert an, dass fehlender Respekt und enthemmte Gewalt die Einsatzkräfte massiv gefährden. Das sei beschämend und absolut nicht hinnehmbar. "Wir kommen, um zu helfen - und werden selbst zur Zielscheibe, stellt der Landesvorstand klar. Die Gewerkschaft fordert deshalb härtere Strafen und eine konsequente Strafverfolgung, außerdem einen besseren Schutz der Helfer im Einsatz.: durch Bodycams, gemeinsame Übungen mit der Polizei. Denn: Respekt gegenüber Einsatzkräften müsse wieder "selbstverständlicher Anstand" werden.
Ermittlungen in Troisdorf gehen weiter
Im Troisdorfer Fall wird auch heute weiter ermittelt. Der 40-jährige Sanitäter war im Rahmen einer Schul-Abschlussfeier an der Troisdorfer Stadthalle schon am Freitagabend angegriffen worden. Er hatte einen Streit schlichten wollen, der ausgebrochen war, weil ein junger Mann durch den Seiteneingang in die Halle wollte. Der Sanitäter geriet dann aber selbst zwischen die Fronten und wurde durch Tritte an den Kopf schwer verletzt. Der Mann liegt auf der Intensivstation. Der Tatverdächtige - 18 Jahre - war gleich vor Ort festgenommen worden. Nach zwei Weiteren läuft noch die Fahndung.