Prozess in Bonn nach SEK-Einsatz in Mechernich
Weil er nicht in eine Psychatrie wollte, hatte ein 45-Jähriger sich verschanzt, Polizisten mit einer Waffe bedroht und dann versucht zu fliehen. Von heute an beschäftigt sich das Bonner Landgericht mit dem Fall, es geht darum, ob der Mann nun dauerhaft in einem psychatrischen Krankenhaus bleiben soll.
Veröffentlicht: Dienstag, 22.09.2020 03:36
Im Januar vergangenen Jahres weigerte er sich in Mechernich, sein Haus zu verlassen um in einer Klinik behandelt zu werden, und das über Stunden, so dass ein Spezialeinsatzkommando hinzugerufen wurde. Die SEK-Beamten bedrohte er mit einer Schreckschusspistole, die Polizisten schossen daraufhin auf den Mann, der aber unverletzt blieb. Dann rannte der Mann weg, wurde aber von einem Polizeihund gestoppt. In der Wohnung fanden die Beamten Schwarzpulver und Munition. Der Mann gilt wegen seiner psychischen Probleme als schuldunfähig, eine Entscheidung des Landgerichts soll Ende des Monats fallen.
DG