
Reaktionen auf mutmaßlichen JVA-Korruptionsskandal
Als Reaktion auf den mutmaßlichen Korruptionsskandal in der JVA Euskirchen hat Justizminister Limbach ein ganzes Paket von Maßnahmen vorgestellt. Es soll in allen NRW-Gefängnissen gelten. Demnach sollen Täter aus der Organisierten Kriminalität nicht mehr so leicht in den offenen Vollzug kommen.
Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 15:33
Außerdem soll genau überprüft werden, ob Täter vielleicht vorab taktisch den Wohnort gewechselt haben. Alle aktuellen Verlegungsverfahren von Häftlingen der Organisierten Kriminalität seien zudem gestoppt worden. "Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen", sagte Limbach. Es werde eine 360-Grad-Analyse zu den Strukturen der Organisierten Kriminalität in den Gefängnissen geben. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen acht Vollzugsmitarbeiter wegen Bestechlichkeit und gegen drei Ex-Gefangene wegen Bestechung. Die JVA-Mitarbeiter sollen den Häftlingen wiederholt Hafterleichterungen verschafft haben, etwa Hafturlaub oder Freigang. Außerdem sollen sie sie vor Zellenkontrollen gewarnt haben.