
SPD fordert mehr Schulbusse im Kreis
Schülerinnen und Schüler müssen stärker vor einer Corona-Infektion im ÖPNV geschützt werden. Das findet die SPD-Kreistagsfraktion und fordert deshalb weitere Zusatzbusse im Rhein-Sieg-Kreis. "Wir könnten nicht auf der einen Seite von Gastronomen fordern, ihre Geschäfte ruhen zu lassen, während zeitgleich Infektionsherde im ÖPNV nicht eingedämmt würden", so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Denis Waldästl.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.2020 07:42
Der SPD geht es vor allem um die Linien 576, 577 und 510. Hier hätten sich Elternverbände beschwert. Auf RBRS-Nachfrage erklärte Landrat Schuster die Forderung für nicht umsetzbar. Abgesehen von der Finanzierungsfrage, sei es unmöglich, sofort zusätzliche Busse zu kaufen und sie mit Personal zu besetzen. Die Lieferzeit für Busse betrage derzeit 8-10 Monate und es müssten weitere Busfahrer ausgebildet werden. Wolle man dann noch Abstandsregeln in Bussen einführen, würde das den Bedarf um das Fünffache erhöhen. Außerdem sei die Nutzung vom ÖPNV bislang nicht als signifikanter Risikofaktor bei der Verbeitung von Corona identifiziert worden, so Schuster. CM
Update:
Der Rhein-Sieg-Kreis hat die Stellungnahme des Landrates noch ergänzt. Demnach stünden im rechtsrheinischen Kreis zusätzliche Busse zur Verfügung, weil die RSVG eine neue Lieferung Hybridbusse erhalten habe. Die älteren Busse stünden dann im Bedarfsfall zur Schülerbeförderung zur Verfügung. Sollten darüber hinaus Bürger, Eltern, Lehrer oder Kinder eine Überprüfung der Bussituation für erforderlich halten, könnten sie das über das ÖPNV-Dialogforum des Kreises im Internet mitteilen. Der Kreis würde dann über mehrere Tage die Besetzung der Busse überprüfen und bewerten, ob konkreter Handlungsbedarf bestünde. Grundsätzlich sei die Leitlinie der Nahverkehrsplanung des Kreises, die Zulassungskapazität der Busse zu maximal zwei Dritteln auszunutzen, so der Rhein-Sieg-Kreis. MoF