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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Woelki
© Erzbistum Köln / Reiner Diart
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Woelki

Es wird eng für Kardinal Woelki: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen ihn. Untersucht wird der Vorwurf der falschen eidesstaatlichen Versicherung.

Veröffentlicht: Donnerstag, 10.11.2022 05:24

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Woelki hatte vor Gericht ausgesagt, erst in diesem Jahr über die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Sternsinger-Chef Winfried Pilz informiert worden zu sein. Eine ehemalige Assisentin des Personalchefs im Kölner Erzbistum hat jetzt allerdings dem Kölner Stadtanzeiger gesagt, dass sie Woelki bereits 2015 Informationen zu den Vorwürfen gegeben habe, diese hätten den Kardinal jedoch - Zitat: "überhaupt nicht interessiert."

Bonns Stadtdechant Wolfgang Picken hat sich gestern mit einer emotionalen Pressemitteilung in die Diskussion eingeschaltet: Die meisten Menschen im Erzbistum seien es leid, sich immer wieder mit neuen Skandalen auseinandersetzen zu müssen. Nach den neuesten jüngsten Ermittlungen bliebe bei ihm und vielen anderen die Frage, wem und was man im Erzbistum Köln überhaupt noch glauben könne. Picken käme sich mittlerweile vor "wie in einem schlechten Film". Das Erzbistum Köln habe sich in eine Sackgasse manövriert, dessen Ausweg nur Papst Franziskus geben könne. Der Stadtdechant dürfte damit darauf anspielen, dass Papst Franziskus aktuell über einem Rücktrittsgesuch von Kardinal Woelki sitzt.

Auch das Erzbistum Köln hat Stellung zu den neuen Vorwürfen und Ermittlungen gegen Kardinal Woelki genommen. In einer Pressemitteilung bestreitet das Bistum die durch eine ehemalige Mitarbeiterin veröffentlichten Vorwürfe, dass Woelki bereits 2015 von bestimmten Missbrauchsvorwürfen gewusst hatte. Die Aussagen seien unbegründet, die ehemalige Mitarbeiterin des Erzbistums würde einfach Dinge ins Blaue hinein behaupten. Wie ein Sprecher des Kölner Erzbistums mitteilt, würde jetzt geprüft werden, ob gegen die ehemalige Mitarbeiterin arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet werden müssen. Es würden sich die Anzeichen verdichten, dass der Kölner Erzbischof vor seinem Besuch bei Papst Franziskus kommende Woche mit uralten Geschichten an den Pranger gestellt werden solle.

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