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„Stand with Ukraine“ – Ein Jahr Krieg - Das RBRS-Land solidarisiert sich!
© RBRS / Sebastian Derix / Archivbild
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„Stand with Ukraine“ – Ein Jahr Krieg - Das RBRS-Land solidarisiert sich!

Für Ukrainerinnen und Ukrainer ist in ihrer Heimat seit dem Einmarsch von Russland nichts mehr wie zuvor. Auch wir im RBRS-Land bekommen die Auswirkungen des Krieges in Europa mit: Viele sind hierher geflüchtet und gleichzeitig sind viele lokale Initiativen entstanden, um die Ukraine zu unterstützen. Ein paar von ihnen stellen wir euch im Kurz-Portrait vor:


Veröffentlicht: Freitag, 24.02.2023 15:46

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Nähtreff der Flüchtlingshilfe Bad-Godesberg

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Alina Gaedke engagiert sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe von Bad Godesberg und leitet einen Nähkreis für Ukrainer. Zwei bis drei Mal die Wochen treffen sie sich, tauschen sich über ihre Situation aus und nähen zum Beispiel ukrainische Flaggen für Demos. Dabei wird der Nähkreis auch Hilfe zur Selbsthilfe:

Angelina ist Ukrainerin und musste aus der Nähe von Kiew fliehen. Dabei hat sie auch schweren Herzens ihr Nähatelier zurückgelassen. Mit nichts als einem Rucksack kam sie zusammen mit ihrem kleinen Sohn in Deutschland an. Nun setzt sie sich innerhalb des Nähkreises dafür ein, ihre Heimat und Familie aus der Ferne zu unterstützen. Sie hilft, anderen Teilnehmern das Nähen beizubringen und der Erlös ihrer gemeinsamen Aktionen geht in die Ukraine. Angelina kann nach wie vor nicht verstehen, wie ihrer Heimat solches Unrecht angetan werden kann und wünscht sich, dass wieder Frieden in der Ukraine einkehrt. Nicht zuletzt muss sie um ihre zwei älteren Söhne bangen, die an der ukrainischen Front kämpfen, solange der Krieg anhält. Mehr Informationen, wie ihr euch in der Flüchtlingshilfe engagieren könnt, findet ihr hier.

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"Sankt Augustin and friends hilft"

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Gunter Maassen ist der Koordinatior des ehrenamtlichen Zusammenschlusses aus Helfern, die ehrenamtlich Sachspenden für die Ukraine sammeln. Schon knapp 20 Mal sind Gunter und zwei seiner Freunde mit einem vollbeladenen 40-Tonner in die Ukraine gefahren. Oft kommen sie dann in Regionen, wo es noch vor kurzem schwere Kämpfe gab und die Russen erst ein paar Tage abgezogen sind. Wie letztes Jahr, als sie nach dem Angriff nördlich von Kiew unterwegs waren: Dort fliegt ein Tiefflieger über sie hinweg, sie sehen zerbombte Häuser und zerstörte Existenzen. Nichtsdestotrotz setzt sein Team sich nach wie vor unermüdlich für die Ukraine ein. Mehr Infos zu der Hilfsorganisation findet ihr hier.

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Gunter Maassen
Hilfsgüter-Lieferung nach Kiew
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Hilfsaktionen aus Windeck

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Michael Althoff, seine Firma Yellotools und ein buntes Team aus Helfern und Unterstützern sind in Windeck-Wilberhofen auch sehr schnell aktiv geworden. Sie sind schon mehrmals an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren oder haben sie sogar überquert, um Sachspenden zu liefern. Michaels letzte LKW-Fahrt in die Ukraine liegt erst ein paar Tage zurück - dabei ist ihm der Krieg bedrohlich nahegekommen. Umso mehr hoffen Michael und die anderen Mitglieder des Teams, dass die Stahlöfen und anderen Hilfsgüter, die sie organisiert haben, einen Unterschied machen können. Sie haben vor Ort einen Kontakt zu Helferinnen einer Tafel aus Lwiw, die regelmäßig von kleinen Erfolgsstorys berichten und Bilder schicken: Die Stahlöfen etwa werden mittlerweile von Familien und Soldaten genutzt, die keine gesicherte Stromversorgung haben. Unter den Spendern für die Hilfsgüterlieferung waren auch russische Familien und Menschen, die selbst nicht im Überfluss leben. Es waren besonders ihre persönlichen Geschichten, die Michael inspiriert haben, das Projekt voranzutreiben. Währenddessen sind nicht nur ein kleines „Notversorgungsnetzwerk“, sondern auch Freundschaften entstanden. Das lässt ihn das Vertrauen in die Gesellschaft und Menschlichkeit nicht verlieren, sagt Michael. Hier könnt ihr noch mehr über das Projekt lesen

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Michael Althoff
Fahrt in die Ukraine
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Das Zentrallager Sachspenden Bonn (ZeSaBo)

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Schon seit 2015 haben es sich Jan Erik Meyer und die vielen „helfenden Hände“ des Sammellagers zur Aufgabe gemacht, gezielt Hilfsgüter zu beschaffen und damit Bedürftigen zu helfen. Aktuell profitieren auch viele Ukrainerinnen und Ukrainer von der Initiative – gerade diejenigen, die bei ihrer Flucht nahezu nichts aus ihrer Heimat mitnehmen konnten. Um die Sachspenden zu koordinieren, stellt das ZeSaBo auf seiner Homepage eine Liste bereit, die wöchentlich aktualisiert wird und auf der sich einsehen lässt, was gerade besonders benötigt wird. Schaut hier doch direkt mal vorbei und nutzt die Gelegenheit, euren Kleiderschrank auszumisten und etwas Gutes zu tun.

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Ein persöliches Schicksal: Lessia (34) mit ihrem Sohn Platon (6) aus Windeck

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Für Lessia war der Ausbruch des Krieges natürlich ein Schock. Obwohl sie ihre engste Familie in der Ukraine zurücklassen musste, war für sie schnell klar, dass sie die Ukraine mit ihrem Sohn verlassen muss. Platon benötigt dauerhaft medizinische Versorgung. Lessia hatte zwar noch einen kleinen Medikamentenvorrat zu Hause, der ging aber schnell zu Neige und die medizinische Versorgung in der Ukraine ist äußerst schwierig und unsicher. Über Polen floh Lessia mit Platon nach Deutschland – sie konnte nicht viel mitnehmen, war allein mit ihrem Sohn und wusste nicht, was sie in dem fremden Land erwartet. Inzwischen sind Lessia und Platon in Windeck privat untergekommen, sodass ein wenig Normalität in ihren Alltag zurückgekehrt ist. Lessia hat schon viel Deutsch gelernt und freut sich, dass Platon ab März in den Kindergarten gehen kann. Nichtsdestotrotz belasten Lessia nach wie vor die Sorgen um ihre Familie, die teils ohne Strom und Wasser auskommen muss.


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