
Totschlagsprozess in Bonn: Notarzt bestreitet die Vorwürfe
Am Bonner Landgericht hat ein Prozess gegen einen Notarzt begonnen. Der Vorwurf gegen ihn lautet Totschlag. Er soll einer 93-Jährigen Morphin gespritzt haben, um ihr Leben zu verkürzen. Das steht in der Anklage. Der 41-Jährige hat am ersten Prozesstag die Vorwürfe bestritten.
Veröffentlicht:
Die Frau habe nach einer Herzdruckmassage keinen Puls mehr gehabt, und sie habe nicht mehr geatmet, führte der Angeklagte vor Gericht aus. Gemeinsam mit dem Rettungsteam sei dann entschieden worden, die Beatmung zu beenden. Das Morphin habe der Angeklagte verabreicht, weil bei der Herzmassage Rippen gebrochen sein könnten. Und der Sohn der Patientin habe nicht gewollt, dass seine Mutter leidet. Der Arzt selbst habe dann die Polizei gerufen und den Totenschein ausgefüllt, sagte er. Das war 2023. Im März dieses Jahres hatte ihn aber ein Kollege angezeigt. Dann begannen die Ermittlungen der Polizei, die jetzt zu dem Prozess in Bonn geführt haben.