
Gesundes Gebiss
München (dpa/tmn) - Geht es den Zähnchen des Nachwuchses gut? Was können wir als Eltern beachten, wenn wir dem Baby oder Kleinkind die Zähne putzen? Bei den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen Z1 bis Z6 gibt es Antworten vom Profi - dem Zahnarzt oder der Zahnärztin.
Seit Anfang 2026 stehen die Z-Untersuchungen mit im sogenannten Gelben Heft. Die erste Untersuchung in der Zahnarztpraxis, die Z1, ist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat dran. «Da werden vor allem die Eltern gründlich beraten», sagt Johanna Kant vom Bundesverband der Kinderzahnärzte. Ein kurzer Blick in den Mund der Kleinsten reicht in der Regel erst einmal.
Ein Hintergrund der Z-Untersuchungen: frühkindliche Karies soll frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig eingreifen zu können. Plus: Die Kinder sollen sich von klein auf an den Zahnarztbesuch gewöhnen und lernen: «Dieser Termin gehört regelmäßig dazu.»
Mit Spielereien und Kuscheltier
Die Verbandsvorsitzende weiß, dass Kinderzahnärzte diese Termine sehr kinderfreundlich gestalten. Das fängt bei den Kleinsten mit einer Untersuchung in «Hoppe-Reiter-Position» an. «Manche fremdeln noch stark, da unterhalten wir uns erst mit den Eltern und nähern uns dem Kind langsam an», sagt die Expertin.
Zwei- und Dreijährige können dann schon ihr Stofftier mitbringen oder eine Handpuppe kommt zum Einsatz. «Am Ende bekommen die Kinder ein kleines Plastikspiegelchen für ihren Arztkoffer mit», berichtet die Ärztin aus ihrer Praxis. «Das Ganze läuft sehr spielerisch ab.»
Kann das Kind auch zum «normalen» Zahnarzt?
Nun gibt es nicht überall einen Kinderzahnarzt. Dann ist gut zu wissen: «Jeder Zahnarzt kann ein kleines Kind untersuchen», sagt Johanna Kant. Sie empfiehlt, dass Eltern bei ihrem eigenen Zahnarzt nachfragen, ob sie auch für ihr kleines Kind einen Termin machen können.