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Wenn Corona nicht enden will
© KlausHausmann / pixabay
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Wenn Corona nicht enden will

Im Mai 2023 endete international und offiziell die Corona Pandemie. Bei den meisten von uns ist die Pandemie längst aus dem Gedächtnis verschwunden. Es gibt aber auch Menschen bei uns im RBRS Land, die leiden immer noch an den Corona Folgen. Anlaufstellen gibt es für die Betroffene zu wenige. 

Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2026 07:40

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Post Covid Selbsthilfegruppen

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Wisst ihr was ME/CFS ist? Das ist eine Krankheit, die nach einer Corona-Infektion auftreten kann. Der Körper erholt sich also von dem Virus nicht. Das wird auch oft Post Covid oder Long Covid genannt. Und die Symptome sind sehr unterschiedlich. Die können alle auf einmal oder auch einzeln auftreten. Von Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust bis hin zu Gelenkschmerzen. Die Krankheit ist noch nicht so erforscht, weshalb es bisher kaum Behandlungsmöglichkeiten gibt. Unterstützung sei deshalb unfassbar wichtig, sagt Doris Linden-Schultz. Sie leitet ehrenamtlich die Post-Covid-Selbsthilfegruppe in Mechernich. 

Einmal im Monat treffen sich da Betroffene und tauschen sich über ihre Probleme oder auch über mögliche Behandlungen aus. Auch in Zülpich gibt es so eine Selbsthilfegruppe.

Habt ihr auch Bedarf und sucht eine Anlaufstelle? Hier der Kontakt!

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Pia aus Mechernich - ein Alltag mit Long Covid

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Pias erste Corona-Infektion ist etwa dreieinhalb Jahre her. Vergangenen Frühling hat sie es dann nochmal erwischt. Seitdem ist sie krankgeschrieben und hat immer mal wieder Crashs. Wenn sie zum Beispiel samstags mit einer Freundin in der Sauna war und sonntags noch mit ihrer Enkelin essen geht, liegt sie danach für drei Tage im Bett und schafft es kaum noch ins Bad. Sie hat seit der Erkrankung auch extreme Gedächtnisprobleme. Und das belastet sie. An ihre Überraschungsparty zum 60. Geburtstag kann sie sich kaum erinnern. Sie musste ihr Leben extrem verlangsamen – Pacing nennt sich das: Die Strategie hilft ihr, Crashs vorzubeugen und an guten Tagen vier Stunden produktiv zu sein. Sie vermisst ihren Job, ihre Hobbys und die Unbeschwertheit. Auch wenn sie von ihrer Familie und ihren Freunden ganz viel Unterstützung und Verständnis bekommt, fühlt sie sich oft nicht gesehen. Pia geht seit Anfang des Jahres einmal im Monat zur Post-Covid-Selbsthilfegruppe in Mechernich. Mittlerweile ist die Gruppe ein ganz großer Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben. Hier fühlt sie sich gesehen und verstanden. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass Ärzte die Krankheit schneller erkennen und vor allem: mehr über Post-Covid wissen und behandeln können.  

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