
Wie die Landwirtschaft weniger Methan ausstoßen kann
Methan ist für das Klima 25-mal schädlicher als CO2 und wird zu großen Teilen bei der Nutztierhaltung ausgestoßen. Für die scheint es aber jetzt einen wissenschaftlichen Durchbruch gegeben zu haben.
Veröffentlicht: Montag, 06.03.2023 05:07
Die Universität Bonn hat jetzt eine Methode gefunden, mit der 99 Prozent weniger Methan ausgestoßen wird. Methan entsteht vor allem in der Nutztierhaltung. Das ist ein klimaschädliches Gas, das zum Beispiel bei der Lagerung von Gülle entsteht. Die Forschenden der Uni Bonn haben jetzt in ihrer Studie Gülle von einem Landwirtschaftbetrieb mit Kalkstickstoff vermischt. Nur eine Stunde später war schon zu sehen, dass kaum noch klimaschädliches Gas produziert wird. Bis zum Ende der Studie sechs Monate später blieb die Entwicklung von Methan-Gas nahezu komplett eingeschränkt. Außerdem wird die Düngewirkung von der Gülle dadurch sogar besser, weil zusätzlich Stickstoff gebildet wird. Allerdings kann diese Methode noch nicht angewandt werden - ähnlich wie bei Bier gibt es ein "Reinheitsgebot" für Gülle.