
Steigende Preise an jeder Ecke. Im Supermarkt ist es teurer geworden, insbesondere Energie, also Gas, Strom und Benzin kosten deutlich mehr. Viele Menschen bei uns machen sich Gedanken, machen sich vielleicht auch Sorgen, wo das alles noch hinführt. Dominik Becker versucht euch im aktuellen Finanztipp ein paar Spar-Tipps an die Hand zu geben.
Die Medien sind voll von Tipps, wie Ihr sparen könnt: Ob den Urlaub lieber selbst zu buchen statt einer Pauschalreise, lieber einen Gebrauchten als den Neuwagen, der doch in den ersten Jahren enormen Wert verliert. Oder morgens den Kaffee selbst kochen oder das Brot selbst schmieren, statt teurer „to Go“-Produkte. Natürlich könnt Ihr auch bei den Finanzen sparen, weiß Finanzexperte Maximilian Blusch.
Als Erstes solltet Ihr Euch einen Überblick über Eure Finanzen verschaffen. Das geht richtig gut mit einem Budgetplaner im Netz, egal ob mit Laptop oder mobilem Endgerät. So könnt Ihr auch unterwegs Ausgaben eingeben. Euer Girokonto liefert die Daten als wichtigste Drehscheibe Eurer Einnahmen und Ausgaben. Sehr einfach geht´s mit dem Budgetplaner meines Instituts. Da wird jede Ausgabe automatisch Kategorien zugeordnet, (wie etwa „Freizeit“, „Einkäufe“ oder „Wohnen“. So wisst ihr, ohne langes Suchen, wo mein Geld bleibt). Übrigens: Ein guter Zeitpunkt, Euer Konto in Zukunft online zu führen! (Sonst heißt es nämlich Kontoauszüge / Umsätze der letzten zwei bis drei Monate checken). Unterscheidet nach festen Ausgaben (Fixkosten), die Ihr nicht einfach abstellen könnt: zum Beispiel Miete, Strom und Heizung.
Dann gibt es Verträge, wie Handy, Versicherungen oder ein Streamingdienst (Spotify und Co) und Abos. Hier könnt ihr meist mittelfristig etwas ändern. Und natürlich Ausgaben, über die Ihr jedes Mal neu entscheidet. Überlegt genau, welche Ausgaben Ihr jetzt reduzieren wollt beziehungsweise könnt.
Ratenkredite und Dispo optimieren. Fasst viele verschiedene Ratenkredite zu einem Kredit mit einer niedrigeren Rate zusammen und schuldet einen teuren, dauernd in Anspruch genommenen Dispokredit (genehmigte Überziehung) mit um.
Versicherungsbeiträge stunden. Fragt bei Eurem Versicherer nach, ob und wie Ihr die Beiträge für beispielweise die Rentenversicherung stunden oder die Versicherung beitragsfrei stellen könnt. Ihr solltet auf keinen Fall vorschnell kündigen! Dabei verliert Ihr zu viel Geld.
Manche Versicherungen werden vielleicht nicht unbedingt benötigt. Schaut etwa mal bei Handy-, Brillen- und Reisegepäckversicherung.
Lasst Euer Geld nicht herumliegen. Ihr solltet Eure Ersparnisse nicht durch die Inflation „auffressen“ lassen. Drei bis vier Nettogehälter sollten als Reserve jederzeit auf Sparbuch oder Tagesgeldkonto greifbar sein. Darüber hinaus Erspartes solltet Ihr zusammen mit Eurer Anlagespezialistin beziehungsweise -spezialisten bei Eurem Institut anlegen. (Eine gute Beratung berücksichtigt Eure Ziele, Anlagementalität und Risikobereitschaft, so dass ihr einen schönen Ertrag macht, damit sich das Sparen lohnt!)