Aus gutem Hause: Angeklagt wegen Drogenhandels im großen Stil

Die Staatsanwalt Düsseldorf hat Anklage erhoben gegen mehrere meist junge Menschen aus der Region Köln/Bonn. Sie sollen Drogenhandel im großen Stil betrieben haben.

Über die Jahre sollen sie unter anderem eine Tonne Kokain und vier Tonnen Marihuana nach Deutschland eingeschleust haben. Dabei kam es wohl auch zu Verkäufen in Bonn. Das Besondere an dem Fall: Die Beschuldigten sind zum Großteil nicht vorbestraft, jung und kommen vorwiegend aus gutem Hause, sagte uns der Bonner Strafanwalt Yannick Börter. Das entspreche nicht dem typischen Bild des großen organisierten Drogenhandels:

Viele fangen als kleine Dealer an, um sich dann die Jahre über einen Namen zu machen, um dann an solche Mengen überhaupt ranzukommen und damit handeln zu können. Das haben wir hier nicht. Und das, muss man sagen, macht den Fall doch schon sehr ungewöhnlich.

Insgesamt gibt es in dem Fall mittlerweile 39 Beschuldigte. Anklage wurde jetzt erstmal gegen sechs von ihnen erhoben. Sie sollen die Gruppe angeführt haben. Ihnen drohen jetzt Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren. Prozessauftakt soll im Mai sein.

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