Bonner Compliance-Fall: Grüne erneuern Forderung nach Konsequenzen
Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 07:55
Am Ende reichte die Zeit nicht - bei der Bonner Ratssitzung am Abend wurde NICHT über die Konsequenzen aus der Grundstücksaffäre Hangelar gesprochen - zumindest noch nicht! Das Thema wurde in die kommende Woche verschoben.

Denn auch wenn der Stadtrat am Abend eine gemeinsame Erklärung in Richtung der Stadtwerke-Führung abgegeben hatte, wie wichtig ein gutes Verhältnis von Stadt und Stadtwerken sei, pochen die Bonner Grünen weiterhin darauf, dass es jetzt endlich Konsequenzen geben muss. Fraktionschef Daniel Rutte:
Sein persönlicher Referent hat wirklich schwere Verfehlungen begangen. Der Oberbürgermeister hätte diese Fehler sehen können, unserer Meinung nach sehen müssen. Und da ist klar, dass jetzt Konsequenzen folgen müssen. Zunächst mal muss der persönliche Referent in der Verwaltung umgesetzt werden und kann nicht mehr weiter in dieser Position mit dieser Machtfülle weiter agieren.
Ursprünglich standen die Compliance-Vorwürfe für gestern auf der Tagesordnung des Stadtrates. Weil die Zeit nicht reichte, wurde die Sitzung aber unterbrochen, sie wird am Montag fortgesetzt. Unterdessen erwartet Stadtwerke-Chef Olaf Hermes weiter eine Entschuldigung sowohl von Bonns OB Déus, als auch von Rhein-Sieg-Landrat Schuster in der Sache. Sonst will er seinen Hut nehmen. Schuster sieht aber keine Verfehlungen auf seiner Seite. Er meint, Hermes müsse sich stattdessen bei ihm entschuldigen - alles nachzuhören im RBRS-Podcast "Das 4-Ohren-Gespräch".