Bonner klagt gegen antijüdisches Relief an der Lutherkirche

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt heute die Klage eines Bonners gegen ein antijüdisches Relief an der Wittenberger Stadtkirche in Sachsen Anhalt. Das Relief zeigt eine Sau, die zwei Menschen säugt, die anhand ihrer Spitzhüte als Juden identifiziert werden können.

Die Sandstein-Plastik stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Bonner fordert, dass sie entfernt wird. In zwei Instanzen ist der Bonner bereits gescheitert. So hieß es in einem Urteil des zuständigen Oberlandesgerichts, dass die Plastik seit 1988 Teil eines Mahnmals sei, eine Tafel in der Nähe weise auf den Kontext hin. Der 79-Jährige kündigte an, den ganzen juristischen Weg ausschöpfen zu wollen, im Zweifel würde er auch vor das Bundesverfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen, sagte er der Deutschen Presse Agentur dpa.

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