Bonner Nordbrücke: Schwere Belastung für viele Innenstadtstraßen

Sie wollen in Sachen der Bonner Nordbrücke intensiv zusammenarbeiten und sich eng und regelmäßig miteinander austauschen. Das haben die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und die Autobahn GmbH bei einem ersten Treffen vereinbart. Die hatte neue Zahlen dabei.

© RBRS / Sebastian Derix

Bonns Oberbürgermeister Déus und Rhein-Sieg-Landrat Schuster baten nochmal um eine Ausnahmegenehmigung für Schulbusse. Sie sollen die Brücke zumindest bis zum Ende des Schuljahres noch nutzen dürfen. Die Autobahn GmbH will das prüfen. Sie erklärte, dass derzeit täglich 100.000 Fahrzeuge die Bonner Nordbrücke überqueren. 5.000 LKW seien schwerer als 7,5 Tonnen - zu viel für den schlechten Zustand der Brücke, heißt es. Man glaubt, dass 3.000 von ihnen pro Tag Ausweichstrecken über das Bonner Stadtgebiet suchen werden.

Die Autobahn GmbH hat eine Liste von Straßen vorgelegt, die dann besonders stark belastet sein könnten:

Reuterstraße als Verbindung zwischen Südbrücke und A565 (sie ist allerdings für den Durchgangsschwerlastverkehr gesperrt)

  • B9 und L158 durch Bad Godesberg als Verbindung zwischen der A 59 (Südbrücke/Autobahnkreuz Bonn-Ost) und der Anschlussstelle (AS) Meckenheim-Merl) der A565
  • Kölnstraße als Verbindung zwischen Bonn (auch Hafen in Graurheindorf) zur A555 (AS Bornheim-Hersel)
  • An der Josefshöhe und Lievelingsweg als Verbindung zwischen A565 (AS Tannenbusch und AS Bonn-Zentrum/Potsdamer Platz)
  • Potsdamer Platz, Heinrich-Böll-Ring, Thomastraße in Richtung B 56 und Kennedybrücke
  • Niederkasseler Straße (L16), Sankt-Augustiner Straße (B56) als Verbindung zwischen Bonn und der A565/AS Bonn-Beuel und A59/AS Bonn-Vilich

Die Autobahnbrücke der A565 wird nach derzeitigem Stand ab Ende Januar/Anfang Februar dauerhaft für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt.