Bonn/Siegburg: Bande soll Schrottautos verkauft haben
Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 16:00
Sie haben sozusagen Schrott zu Gold gemacht. Drei Männer und eine Frau zwischen 29 und 55 Jahren müssen sich ab heute (Montag) vor dem Bonner Landgericht verantworten. Sie sollen schrottreife Autos aufgekauft, notdürftig repariert und wieder verkauft haben - ohne die Käufer auf die Schäden hintzuweisen, sagt die Anklage.

Die vier Angeklagten hätten, sagt die Staatsanwaltschaft, regelmäßig Autos teils mit erheblichen Unfallschäden, oft sogar mit Totalschaden aus den USA importiert. Die haben sie dann wohl nach Georgien oder Litauen gebracht, um sie dort zumindest optisch wieder instandzusetzen. Das sei nicht fachgerecht geschehen, heißt es, Selbst sicherheitsrelevante Teile sollen nicht erneuert worden sein. Das sollen die Angeklagten gewusst und trotzdem die Autos über den Siegburger Autohandel eines der Angeklagten angeboten und weiterverkauft haben. Die Verkaufspreise lagen jeweils zwischen 23.000 und 41.000 Euro pro Auto, sagt die Staatsanwaltschaft.


