„Das können die größten Spiele aller Zeiten werden“ – NRW startet Olympia-Kampagne
Veröffentlicht: Freitag, 16.01.2026 15:53
Nordrhein-Westfalen wirbt ab sofort offensiv für Olympische und Paralympische Spiele im eigenen Land. Mit einer landesweiten Kampagne will die Landesregierung Zustimmung für die geplanten Bürgerentscheide sammeln. Heute fällt der symbolische Startschuss – mit Lichtinstallationen, großen Bildern und einer klaren Botschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst.

NRW-Ministerpräsident Wüst zur Olympia-Kampagne
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen des Leiters unseres Landtagsstudios, José Narciandi, zu Nutzen und Kosten der Olympia-Bewerbung.
Startschuss mit Licht und Symbolik
Mit einer Pressekonferenz in der Kölner Lanxess-Arena startet die Landesregierung offiziell ihre Olympia-Kampagne. Ministerpräsident Hendrik Wüst drückt dort symbolisch einen Knopf, der zeitgleich Lichtinstallationen an markanten Orten in NRW aktiviert - darunter das Dortmunder U, die Zeche Zollverein in Essen und das Düsseldorfer Schauspielhaus. Konzipiert wurden die Installationen vom Bielefelder Künstler Hans-Christoph Mücke. Besonderheit: Bürgerinnen und Bürger können sich per QR-Code beteiligen und eigene Botschaften zur Olympia-Bewerbung einsenden, die direkt an den Gebäuden erscheinen.
Werbung für das Ja der Bürger
Die Lichtaktionen sind Teil einer umfassenden Kommunikationskampagne. In den kommenden Wochen folgen Plakate und weitere Maßnahmen in den 17 Städten und Kommunen, die an der Bewerbung beteiligt sind. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die geplanten Bürgerentscheide zu mobilisieren.
Diese sind für den 19. April 2026 angesetzt und werden vollständig per Briefwahl durchgeführt. Voraussetzung für eine offizielle Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund ist ein positives Votum in allen beteiligten Kommunen - ein Nein könnte das gesamte Projekt stoppen.
Nachhaltiges Konzept, großer Anspruch
Inhaltlich setzt NRW auf ein dezentrales und nachhaltiges Konzept. Köln soll als „Leading City“ im Zentrum der Bewerbung stehen, mit dem Olympischen Dorf und dem Leichtathletik-Stadion. Weitere Wettkämpfe sind landesweit geplant, etwa Schwimmen in Gelsenkirchen oder Fußball in Dortmund.
Die Landesregierung verweist darauf, dass rund 95 Prozent der benötigten Sportstätten bereits existieren. Zudem rechnet NRW mit bis zu 14 Millionen verkauften Tickets - ein möglicher Spitzenwert im internationalen Vergleich. Ob das Konzept trägt, entscheidet sich spätestens im Herbst 2026, wenn der DOSB den deutschen Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 auswählt.
Autor: José Narciandi