Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik
Veröffentlicht: Montag, 30.03.2026 22:45

WM-Test
Stuttgart (dpa) -
Nübel: Der Stuttgarter war beim Heim-Länderspiel lange ohne Beschäftigung und beim Gegentor dann machtlos. Bei der WM ist er wieder Baumann-Backup.
Kimmich: Ging auch beim 25. Starteinsatz als DFB-Kapitän als Vorbild voran. Für 30 Minuten sogar wieder als Sechser. Sein Ehrgeiz wird ein WM-Plus sein.
Tah: Ein fehlerloser Auftritt. Setzte sich gegen Semenyo und Adu resolut durch. Mit etwas mehr Präzision wäre der zweite DFB-Treffer drin gewesen.
Schlotterbeck: Setzte nach seinen Fehlern in der Schweiz im 25. Länderspiel auf einen Spielaufbau ohne Risiko. War gegen Adu (52.) zur Stelle.
Brown: Chance genutzt. Der Frankfurter arbeitete nach hinten konsequent. Im Vorwärtsdrang hätte er sich sogar noch mehr Aktionen zutrauen können.
Stiller: Sehr fleißig in der defensiven Absicherung. Im Spielaufbau gelang aber nicht alles. Sein WM-Ticket hängt von der Fitness der Konkurrenten ab.
Groß: Agierte in der Zentrale noch offensiver als Goretzka. Als verkappter Zehner mit großer Übersicht. Nagelsmann schätzt den großen Teamplayer.
Gnabry: Diesmal fehlte dem Münchner die Wucht. Ging wieder weiter Wege, kam mit weniger Power aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen.
Woltemade: War bei der Stuttgart-Rückkehr wie in Newcastle ohne Torglück. Ein Kopfball knallte an die Latte (53.). Nagelsmanns Vertrauen ist ungebrochen.
Wirtz: Auch wenn diesmal nicht alles gelang. Sein Fußball-Spaß ist einfach ansteckend. Bei der WM Wirtz (wird es) wieder klappen - ganz sicher.
Havertz: Bewies als Sané-Ersatz auf der rechten Seite seine Flexibilität in der Offensive. Krönte sein Comeback nach 16 Monaten mit dem Elfmetertor.
Rüdiger: Kam in der neuen Rolle als Abwehr-Backup zur 2. Halbzeit für Tah. Wie der Münchner sehr souverän. Jetzt mit Real Madrid ein Bayern-Gegner.
Karl: Drehte nach der Einwechslung zur zweiten Halbzeit gleich mächtig auf. Flanke auf Woltemade und flotte Dribblings. Kann zum WM-Trumpf werden.
Undav: Vom Stuttgarter Publikum lautstark gefordert und gefeiert. Und dann mit dem späten Siegtreffer. Genau das fordert Nagelsmann für ein WM-Ticket.
Goretzka: Kam nach 60 Minuten und agierte mit Kimmich in altbewährter Doppelrolle im Zentrum. Beim Gegentor war der Weg zurück zu weit.
Führich: Der Stuttgarter durfte für gut 30 Minuten auf der linken Außenbahn ran. Sein VfB-Kollege Leweling hat die Nase um das Backup-Ticket aber vorn.
Vagnoman: Ein weiterer VfB-Profi im Heimspielmodus. Und als mögliches Kimmich-Backup ohne Fortune. Ließ sich vor dem Gegentor leicht ausspielen.
Raum: Ersetzte nach einer Stunde wie geplant den müde gelaufenen Brown. Sein Freistoß flog knapp am Tor vorbei. Für die WM-Startelf links eingeplant.
Sané: Der Flügelflitzer war diesmal nur ein 10-Minuten-Joker. Ein Lucky Punch gelang nicht. Seine WM-Teilnahme könnte zu Diskussionen führen.


