Erste Bilanz zur Messerverbotszone am Bonner Hauptbahnhof

Immer von Freitagmittag 12 Uhr bis Montagmorgen um 3 Uhr gilt sie - die Messerverbotszone rund um den Bonner Hauptbahnhof, am Kaiserplatz und im Hofgarten. Seit Anfang November ist sie in Kraft; heute hat die Bonner Polizei eine erste Bilanz gezogen.

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Kontrollen auch ohne Anlass möglich

Denn in der Vergangenheit war es immer wieder zu Angriffen mit Messern rund um den Hauptbahnhof gekommen. Dabei schafft die neue Waffenverbotszone die rechtliche Grundlage für die Arbeit der Beamtinnen und Beamten, sagt Bonns Polizeipräsident Frank Hoever:

Der Effekt bei diesen Kontrollen ist eben der, dass wir ohne einen konkreten Anlass und ohne Vorliegen einer konkreten Gefahr kontrollieren. Wir haben in der Vergangenheit jetzt damit begonnen, und das ist ja auch entsprechend ausgeschildert worden. Wer dann ein Messer dabei hat in diesem Bereich, der macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig, und wir stellen das Messer dann sicher.


Verbotszone ist nur einer von vielen Bausteinen

Rund 200 Personen haben die Beamten an den vergangenen vier Wochenenden kontrolliert. Die Ausbeute: fünf unerlaubte Messer und ein Pfefferspray, die beschlagnahmt wurden. Das klinge vielleicht wenig, ergänzte Hoever. Dabei müsse man bedenken, dass diese Kontrollen zusätzlich stattfänden. Sie seien nur ein weiterer Baustein, um für eine größtmögliche Sicherheit zu sorgen - neben den schon laufenden Schwerpunkteinsätzen, den Messertrageverboten gegen bekannte Straftäter, neben der strategischen Fahndung und der mobilen Videoüberwachung.

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