Fall Winterhoff: Bericht entlastet Bonner Jugendamt

Das Bonner Jugendamt hat keine gravierenden Fehler gemacht - das steht in einer Untersuchung zum Fall um den Bonner Kinder- und Jugendpsychiater Winterhoff. Gegen ihn laufen Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft, er wurde wegen gefährlicher Körperverletzung in 36 Fällen angeklagt.

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Er soll seinen jungen Patientinnen und Patienten über zu lange Zeit Psychopharmaka verordnet haben, insbesondere das Mittel Pipamperon. Das kann schwere Nebenwirkungen auslösen, es wird eigentlich nur in Notfällen empfohlen. Am Mittwoch wird sich der Bonner Jugendausschuss mit einem Bericht zu Winterhoff befassen, der über 141 Seiten die Fälle analysiert und dabei auch die Rolle des Bonner Jugendamts untersucht. Demnach lassen sich keine Entscheidungen des Amts feststellen, die aus pädagogischer, rechtlicher oder ärztlicher Sicht als deutlich fehlerhaft einzuschätzen seien.

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