ICE-Vorfall in Siegburg: Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Nach dem Großeinsatz am Bahnhof Siegburg laufen die Ermittlungen weiter – jetzt ist auch der Staatsschutz der Bonner Polizei eingeschaltet.

© Louis Martin

Pyrotechnik und Drohung im ICE

In einem ICE Richtung Frankfurt hat ein 20-Jähriger am Donnerstagabend (02.April) zwei pyrotechnische Gegenstände gezündet und dabei mindestens zwölf Menschen leicht verletzt. Eine Person musste kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden. Zudem soll der Mann eine Anschlagsdrohung ausgesprochen haben. Der Zug mit rund 180 Fahrgästen wurde daraufhin geräumt, Teile des Siegburger Bahnhofs vorsorglich gesperrt.

Täter festgenommen – Ermittlungen laufen

Mitreisende konnten den Mann bis zum Halt in Siegburg in einer Zugtoilette einschließen, wo ihn die Bundespolizei festnahm. Die Fahrgäste wurden vorübergehend in einer Turnhalle betreut. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten unter anderem eine Maske, zwei Messer und Rauchkörper. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz. Auch die genaue Auswertung der Spuren und der eingesetzten Gegenstände läuft noch. Inzwischen hat der Staatsschutz der Bonner Polizei die weiteren Ermittlungen übernommen.