Nach Rodelunfall in Siegburg: Kein Schadenersatz für verletzte Frau
Veröffentlicht: Montag, 05.01.2026 18:11
Dass Schlittenfahrten nicht immer nur Spaß machen, sondern auch böse enden können, hat kürzlich ein Fall am Bonner Landgericht gezeigt. Schon vor zwei Jahren hatten zwei Zehnjährige einen Unfall am Siegburger Michaelsberg gebaut.

Sie waren zusammen auf einem Schlitten unterwegs, verloren wohl die Kontrolle und stießen mit einer Frau zusammen, die mit dem Rücken zum Hang stand. Die Frau verletzte sich schwer und forderte von den Eltern der Kinder insgesamt 10.000 Euro Schadenersatz. Das Bonner Landgericht lehnte diese Forderung aber ab. Gerichtssprecherin Caterina Yilmaz:
Maßgeblich kam es dem Gericht darauf an, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten die Geschwindigkeit nur schwer beeinflussbar war und es auch nur begrenzte Bremsmöglichkeiten gab und die beiden Minderjährigen nicht in der Lage waren, die damit verbundene Gefährlichkeit ihres Tuns zu erkennen.
Ein Ende hat der Fall damit aber noch nicht. Die Klägerin hat schon Berufung eingelegt. Jetzt wird der Schlittenunfall nochmal vor dem Kölner Oberlandesgericht verhandelt.