Sanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke

Im Juli sperrt die Deutsche Bahn die rechtsrheinische Strecke für eine Generalsanierung. Zwischen Troisdorf und Wiesbaden wird vom 10. Juli bis Mitte Dezember kein Zug fahren. In diesen fünf Monaten hat die Bahn einiges vor.

© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Das Bauprogramm im Überblick

Die Liste der Arbeiten auf der viel befahrenen Strecke ist lang: insgesamt werden allein zwischen Troisdorf und Unkel 37 Kilometer Gleise, 54 Weichen und 14 Kilometer Oberleitungen erneuert. In Königswinter wird die neue Eisenbahnüberführung an der Drachenfelsstraße gebaut. Und die Bahn nutzt die Sperrung, um die Bahnhöfe im Siebengebirge (Bad Honnef, Rhöndorf, Königswinter und Niederdollendorf) barrierefrei umzubauen und aufzuhübschen. Für Nutzer des RE8 und der RB27 bringt die Sperrung den Umstieg auf Ersatzbusse: einige halten an allen Haltestellen, andere sind als Schnellbusse unterwegs. Sie haben WLAN und ausreichend Platz für Gepäck, sagt die Bahn. 

Fahrplanänderungen im Zugverkehr

Im Zuge der Arbeiten kommt es im Nah-, Fern- und Güterverkehr zu weiteren Änderungen. Die Anpassungen im Überblick:

  • Im Nahverkehr enden die Züge der Linien RE 8 und RB 27 aus Richtung Mönchengladbach ab 10. Juli in Troisdorf und ab 11. September in Köln Messe/Deutz. Linksrheinisch fallen die Züge der Linie RB 30 zwischen Remagen und Bonn Hauptbahnhof sowie die Verstärkertakte der Linie RB 48 zwischen Köln und Bonn aus. Auf der Siegstrecke entfällt die S 19 zwischen Blankenberg und Au (Sieg), zudem verkehren die Fahrten ab Köln/Bonn Flughafen bzw. Troisdorf nur noch im Stundentakt. Außerdem kommt es zu vereinzelten Anpassungen und Ausfällen auf der Linie RE 9.
  • Die Züge des Güterverkehrs werden über diverse Strecken, u.a. über den linken Rhein und die Siegstrecke, umgeleitet. Hieraus ergeben sich die oben genannten Ausfälle im Nahverkehr auf der linken Rheinstrecke sowie der Siegstrecke.
  • Im Fernverkehr sind für die Züge Umleitungen und teilweise auch Ausfälle erforderlich. Zwischen Mainz, Koblenz, Bonn und Köln fährt jeweils noch ein Fernverkehrszug je Stunde und Richtung. Die Züge zwischen Berlin und Bonn sowie zwischen Norddeich Mole und Koblenz starten und enden in Köln.
  • In Abstimmung mit der Stadt Bonn wird zudem die Stadtbahnlinie 66 zwischen Ramersdorf und Königswinter Clemens-August-Str. auf einen Zehn-Minuten-Takt verdichtet.

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