Brand in Schweizer Skiort - Was wir wissen – und was nicht
Veröffentlicht: Donnerstag, 01.01.2026 18:27

Feuer bei Silvesterfeier
Crans-Montana (dpa) - Eine Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana endet in einer Tragödie. In einer Bar mit Hunderten Feiernden bricht ein Feuer aus, etwa 40 Menschen sterben. Was bisher bekannt ist - und was nicht.
Was wir wissen
- Das Unglück: In der Silvesternacht ist es im Schweizer Ferienort Crans-Montana (Kanton Wallis) zu einem schweren Brand in der Bar «Le Constellation» gekommen, diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen.
- Die Opfer: Nach Behördenangaben sind bei dem Feuer ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Es werde «wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland» geben.
- Die Uhrzeit: Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis brach das Feuer gegen 1.30 Uhr aus.
- Die Hintergründe: Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus.
- Der Ablauf: Das Feuer ist ersten Erkenntnissen zufolge nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Der Brand habe eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Anwohner hatten von einer Explosion berichtet.
- Die Rettungsarbeiten: Nach Polizeiangaben war der Rettungs- und Löscheinsatz am Vormittag noch im Gange. Die vielen Opfer wurden per Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht, etwa in Sitten, aber auch ins rund 100 Kilometer Luftlinie entfernte Genf. Dort landeten am Universitätsspital nach Angaben von Augenzeugen am Vormittag zahlreiche Hubschrauber.
- Internationale Unterstützung: Angesichts des Ausmaßes der Tragödie eilte unter anderem auch die Bergwacht aus dem Aostatal in Italien zu Hilfe.
- Die Reaktionen: Das Unglück hat bei Anwohnern, Touristen und Politikern Erschütterung ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Außenminister Johann Wadephul (CDU) und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerten auf der Plattform X ihre Bestürzung.
Was wir nicht wissen
- Die Ursache: Was den Brand verursacht hat, ist unklar. Augenzeuginnen sagten dem französischen Nachrichtensender BFMTV, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, spekulierte über einen Feuerwerkskörper als Auslöser. «Es gibt mehrere Hypothesen», sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, «dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat». Es seien Untersuchungen zur Ermittlung der Brandursache eingeleitet worden.
- Die Sicherheitsvorkehrungen in der Bar: Generalstaatsanwältin Pilloud äußert sich auf Nachfrage nicht dazu, ob die Bar über die korrekten Notausgänge verfügte und ob diese auch funktionierten. Eine Untersuchung werde zeigen, ob Sicherheitsmaßnahmen eingehalten worden seien.
- Die Identität der Opfer: Über die Identität der Todesopfer und Verletzten ist bislang nichts bekannt. Auch ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen. «Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen», sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard.




