Forderung aus Bonn: Bootcamps für kriminelle Jugendliche

Junge Intensivtäter bei uns sollten eine letzte Chance bekommen, bevor sie in den Jugendknast müssen. Das fordert die Bonner FDP-Landtagsabgeordnete Franziska Müller-Rech mit ihrer Fraktion. Die hat einen entsprechenden Antrag eingereicht, schlägt darin verpflichtende Bootcamps vor. Müller-Rech nennt sie „Letzte-Chance-Bootcamps“, also eine vorgeschaltete Alternative zum Jugendstrafvollzug.

Bootcamps als erzieherische Maßnahmen um kriminielle "Karrieren" zu verhindern

Es gehe darum, Intensivtäter früh zu erreichen, Gewalt zu verhindern und Haftkarrieren zu durchbrechen, sagt die Bonner FDP-Politikerin. Die Bootcamps sollen keine Straflager sein, zwar härter als Sozialarbeit. Aber milder als der Knast, heißt es, also mit verbindlichen Tagesabläufen, Sport, praktischen und handwerklichen Angeboten. Müller-Rech will aber auch die Eltern nicht aus der Verantwortung lassen. Hier spricht die FDP von Erziehungskursen bis hin zu einer Kürzung des Kindergeldes.

Weitere Meldungen