Gut aufgeräumt, Finanzen in Schuss

Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

© Sparkasse KölnBonn

Positive Meldungen tun doch auch mal gut, oder? Die Zahl der überschuldeten Haushalte hat im letzten Jahr deutlich (um circa zehn Prozent) abgenommen. Trotzdem gelten immerhin fast 6,2 Millionen Bürger als überschuldet. Überschuldet bedeutet, dass man seine Schulden in absehbarer Zeit nicht zurückzahlen kann. Mehr zum Schuldenproblem hat Dominik Becker im aktuellen Finanztipp.

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Die Coronakrise, Lockdown plus die die Zurückhaltung beim Konsum hat die Zahl der überschuldeten Personen in den drei vergangenen Jahren immer weiter sinken lassen. Schulden zu machen ist dennoch sehr einfach geworden. Auch mit Bezahldiensten wie Paypal oder Klarna kann man – wie fast überall – auf Kredit kaufen und in monatlichen Raten abzahlen. Aber wie wird man die Schulden wieder los?

„Räumt zunächst Eure Finanzen auf. Stellt dazu Eure monatlichen Einnahmen und Ausgaben zusammen. Das dauert mit einem Online-Haushaltsplaner keine halbe Stunde - ich hab‘s selbst ausprobiert. Erfasst neben Euren Schulden auch das Vermögen – also Euer Erspartes. Diesen persönlichen „Finanzcheck“ könnt Ihr allein oder auch mithilfe Eurer Beraterin oder des Beraters bei Sparkasse oder Bank machen. Ganz wichtig: seid dabei ehrlich zu Euch selbst!“

Das sagt unser Finanzexperte Maximilian Blusch. Geht bei Euch mehr vom Konto runter, als monatlich reinkommt, müsst Ihr den „Rotstift für mehr Plus ansetzen“. Wie Ihr das macht? Hier kommen fünf Tipps.

1. Kontoauszüge checken: Guckt in die Auszüge der letzten drei Monate. Achtet auch auf Zahlungen per Karte, auf Daueraufträge und Lastschriften. So entdeckt Ihr Einsparpotential, wie um Beispiel ein Zeitschriften- oder TV-Abo. Gleichzeitig macht Ihr Euch klar, wofür Ihr Euer Geld ausgebt und könnt neu entscheiden.

2. Fester Betrag. Setzt Euch einen festen Betrag, den Ihr beispielsweise wöchentlich vom Konto abhebt. Und legt einen festen Betrag zurück. In der aktuellen Situation wird früher oder später etwa eine Heizkostennachzahlung auf Euch zukommen.

3. Auf dem Laufenden bleiben. Schaut auf der Homepage Eures Instituts nach einer guten Banking App und ladet diese aufs Handy, damit Ihr jederzeit den Überblick über Eure Finanzen behaltet.

4. Keine größeren Spontankäufe! Gerade Kredit- und Ratenkäufe sollten immer ins Budget passen. Prüft vorher, ob Ihr Euch die zusätzlichen monatlichen Raten auch leisten könnt. Denkt daran, auch bei einem 0 Prozent Kredit kommt Ihr am Ratenzahlen nicht vorbei!

Und schließlich 5. Fasst Eure Schulden zusammen. Besser ein größerer Kredit mit einer Rate, als viele unübersichtliche, kleine Einzelkredite.“

Sprecht mit Eurer Beraterin oder dem Berater bei Sparkasse oder Bank über größere Anschaffungen (wie ein Auto oder eine Küche) und über die Zusammenfassung und Optimierung von vielen einzelnen Krediten.

Mehr Infos im Netz

Hier noch spannende Websites zu den Themen Kostenloses Haushaltsbuch“, Budgetanalyse in 30 Minuten“ und „Kredite zusammenfassen“.

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