Hamstern mit System: Lebensmittelvorrat anlegen für Notfälle

Frau sortiert Vorräte im Keller
© Christin Klose/dpa-tmn

Schnee und Glätte

Bonn (dpa/tmn) - Auch wenn das Wort «hamstern» in Corona-Zeiten einen negativen Beigeschmack bekommen hat - von den Nagern zu lernen, ist klug. Denn wer zu Hause einen Vorrat an Lebensmitteln angelegt hat, kann Notfallsituationen gut überbrücken.

Man muss nicht an das Schlimmste denken: Schon wenn man durch Krankheit oder Schnee und Eis an die Wohnung gebunden ist, hilft ein Vorrat. «Bevorraten Sie sich mit überwiegend haltbarer Ware, die Sie regelmäßig wälzen», sagt Vera-Tatjana Gizewski von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 

Neues nach hinten, Altes nach vorn

Sprich: Nach und nach wird der Vorrat im Alltag aufgebraucht und wieder erneuert. Das funktioniert nach diesem Prinzip: «Man stellt die neuen Sachen nach hinten und die alten nach vorn», so die Expertin. Wenn man etwas nutzt, greift man so automatisch das heraus, was schon länger lagert.

Ideal sei, einen Vorrat für zehn Tage im Haus zu haben. Aber: «Was nicht geht, geht nicht. Lieber ein bisschen lagern als gar nichts», sagt Vera-Tatjana Gizewski. «Hat man keinen Keller oder Abstellraum, bleibt nur die pragmatische Lösung, von zehn auf drei Tage zu gehen oder so viel in die Schränke zu räumen, wie hineinpasst.»

Mengen online berechnen

Was konkret sollte man an Lebensmitteln lagern? Die BLE bietet online einen Vorratskalkulator an - nach Eingabe der Anzahl von Personen und Tagen stellt er eine Liste von Lebensmitteln und deren Mengen zusammen.

«Das sind natürlich nur Vorschläge, diese kann man variieren nach eigenen Lebens- und Geschmacksgewohnheiten», sagt Vera-Tatjana Gizewski. Auch eine Vorratstabelle für Vegetarier findet sich auf der Webseite ernahrungsvorsorge.de

Mineralwasser und Konserven

Auf jeden Fall gehört in einen Vorrat Mineralwasser, zwei Liter pro Tag und Person berechnet der Kalkulator. Auch Konserven jeglicher Art lassen sich prima länger lagern. Neben Obst und Gemüse gehören dazu etwa auch Fisch und Wurst in Dosen oder Gläsern. Am besten sind solche Produkte, die sich gut ohne Warmmachen essen lassen.

Als Getreideprodukte bieten sich Knäckebrot, Zwieback und Haferflocken an. Milch oder Frischkäse gibt es ebenfalls als länger haltbare Varianten. «Auch Eier sind eine gewisse Zeit lagerfähig», sagt Gizewski. Ebenso lassen sich Margarine oder Speiseöl einige Zeit im Vorrat aufbewahren.

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