Ministerpräsident Wüst verteidigt die Schulschließungen
Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 17:08
Glatteis statt Geometrie, Eisregen statt Englisch. Das war die Befürchtung und deshalb sollten heute alle Schülerinnen und Schüler in ganz NRW zu Hause bleiben, damit auch bei uns in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Die landesweite Anweisung auf Distanzunterricht durch das Schulministerium hat aber auch Kritiker auf den Plan gerufen. Das sei überzogen, hieß es zum Beispiel, vor allem in den sogenannten sozialen Medien.

"Man muss sich auf Profis verlassen" sagte Hendrik Wüst
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst verteidigte am Rande der Jahrestagung des Beamtenbundes in Köln am RBRS-Mikrofon die Entscheidung.
"Der Wetterdienst hat gewarnt, und allen, die das schwierig finden, denen stelle ich nur eine Gegenfrage. Wenn der Schulbus im Straßengraben liegt und Kinder sind verletzt, dann ist das Geschrei auch groß. Wenn der Wetterdienst schon warnt, dann muss man sich auch auf Profis verlassen. Und es ist eben nicht überall plus vier Grad wie in der Kölner Innenstadt, sondern in Ostwestfalen und anderswo ist es auch schon mal ein bisschen kälter. Deswegen ist das gut, dass das so entschieden wurde.“
Schulministerin Feller hatte am Nachmittag angeordnet, dass Schulen keinen Präsenzunterricht abhalten sollen. Der Wetterdienst hatte vor Glatteis und Eisregen am Morgen gewarnt.


