Nach Urteil: A555 Raser gehen in Revision
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.2026 06:12
Mit Tempo 200 auf der A555 - zwei junge Männer sind laut dem Kölner Landgericht schuld am Tod zweier Frauen. Jetzt wollen sie das Urteil von vergangener Woche kippen. Beide Angeklagte seien in Revision gegangen. Das bestätigte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Jetzt wird sich der Bundesgerichtshof mit dem tödlichen Autorennen beschäftigen. Die Unfallfahrer - beide Ex-Nachwuchsprofis des FC Köln - waren ja zu viereinhalb und fünf Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte weniger gefordert. Die Verteidiger der heute 22-Jährigen wollten sogar Bewährungsstrafen erreichen. Der Vorsitzende Richter am Kölner Landgericht hatte aber betont, das Ganze sei kein tragischer Unfall gewesen, sondern ein Verbrechen. Es sei ihnen an dem Abend nur darum gegangen, wer der Schnellste sei. Die jungen Männer waren im Dezember 2023 mit ihren hochmotorisierten Autos auf der A555 teils 200 km/h gefahren. Eins der Autos krachte dann bei Wesseling in einen Kleinwagen. Der explodierte. Eine Frau und ihre Tochter starben.


