Radtour: Rheinische Apfelroute

Holiday at Home? Das ist für mich in dieser Woche eine klassische Fahrradtour. 120 Kilometer entlang der Rheinischen Apfelroute. Auf dieser Seite führe ich ein tägliches Tour-Tagebuch. Für alle, die diese Tour selbst abradeln möchten.

Die Vorbereitung

Das RBRS-Land hat eine Menge toller Radstrecken zu bieten. Da ich kein E-Bike besitze hab ich mich für die linksrheinische Apfelroute entschieden. Da wird`s auch mal höher gehen aber das werde ich wohl auch mit reiner Beinkraft hinkriegen. Ich habe mir von der RHEIN-VOREIFEL-TOURISTIK die passende Radkarte per Post schicken lassen (kostenlos). Mehr braucht man nicht. Denn auf dieser Karte gibt es natürlich die Strecke inklusive der Nebenstrecken. Dazu aber auch ganz viele Einkehrmöglichkeiten mit Adresse und Beschreibung. Restaurants, Biohöfe, Weinläden, Brennerei, Cafés, Eiscafés, Hofläden. Auf der Karte sind außerdem schöne Aussichtspunkte und Erlebnisstationen verzeichnet. Ohne Wegschleifen ist der Rundkurs 124km lang.

HIER GEHT`S ZUR ONLINE-VERSION DER RADKARTE

Los geht`s...

Meine erste Tagesetappe führt mich von Niederkassel Mondorf nach Bornheim Merten. Schöner Start: mit der Fähre über den Rhein auf die Bonner Seite. Von da aus geht`s eine kurze Strecke den Rhein entlang. Vorbei an Anglern, Hausbooten und Campern, die gerade ihr Frühstück auspacken. Eine Dosis Rhein-Kitsch bitte! Auf Höhe Widdig geht es querfeldein. Vorbei an Getreide- und Obstfeldern geht es ganz entspannt zum Obsthof Schmitz-Hübsch in Bornheim Merten. Da gibt`s Äpfel, Birnen und derzeit auch Süßkirschen. Einkaufen im Hofladen und Kuchenessen in der Apfelbäckerei. Der Weg bis hierhin ist wirklich easy und absolut familientauglich. Besonders schön: kurz vor meinem Etappenziel entdecke ich einen Rastplatz mitten im Grünen. Ideal zum Picknicken.

LINKTIPP: OBSTHOF SCHMITZ HÜBSCH

1.Etappe Ndk, Bornheim, Erftstadt

Weil das Wetter so genial ist fahre ich auf eigene Faust weiter und verlasse die Rheinische Apfelroute. Ich hab Bock auf See! In gut einer Stunde (entlang einer landschaftlich nicht ganz so reizvollen Strecke) habe ich mein Tagesziel erreicht. Den Bleibtreu See in Erftstadt. Inklusive Wasserskianlage. Mach ich aber nicht. Ich gönn mir ein Radler...was sonst? Ein toller Tag, was soll ich sagen? Nicht spektakulär aber frischluftig!

2.Etappe Bornheim - Alfter - Swisttal

Die Apfelroute ist als Mehrtagestour angelegt. Wer an den vielen "Stationen" einen Stopp einlegen will (was ich unbedingt empfehle), der sollte sich ruhig vier Tage Zeit nehmen. Auf meiner zweiten Etappe fahre ich zunächst ein Stück durch Bornheim. Der Biohof Bursch bietet sich als Start an. Dort kann man mit einem Kaffee und einem kleinen Frühstück in den Tag starten. In Bornheim Botzdorf geht es rauf ins Naturschutzgebiet. Ein steiler Anstieg bei dem ich mein Rad schieben muss. Oben angekommen hat man einen tollen Ausblick ins Tal. Über meist Schotterpisten geht es auf und ab durch Felder und Wiesen.

LINKTIPP: BIOHOF BURSCH

In Alfter Oedekoven lege ich einen Stopp ein bei Erika Mager. Sie betreibt den Alten Apfelhof. Eine sehr familiäre Pension mit drei Zimmern. Im tollen Innenhof werde ich zum Frühstück eingeladen. Erika erzählt mir, dass sie und ihr Mann lange Zeit in Neapel gelebt haben. Daher also das südländische Flair im Innenhof.

LINKTIPP: PENSION ALTER APFELHOF


Von Alfter ging es teils auf Nebenschleifen bis nach Swisttal. Hier gibt es einen schönen flachen Weg immer entlang der Swist. Ich radel bis zum Golf Schloss Miel und von dort aus fahre ich zur Burg Heimerzheim, wo ich spontan noch eine kleine Führung bekomme.

LINKTIPP: BURG HEIMERZHEIM

Eindrücke aus Alfter und Swisttal

3.Etappe Rheinbach & Meckenheim

Regen? Fehlanzeige! Bei bestem Radlerwetter starte ich im Waldhotel Rheinbach. Von da geht es ca.5km durch die City. Hinter dem Bahnhof vorbei, an der Hochschule Richtung Peppenhoven. Ab dort wird es wieder ländlich. Kurzer Fotoshoot an der Burg Peeppenhoven dann radel ich weiter Richtung Kottenforst. Es geht über gut asphaltierte Wege durch die Felder. Vorbei an Apfelplantagen, ein kleines Stück Kreisstraße und dann rechts abgebogen in den Kottenforst. Nach kurzer Strecke durch den Wald erreiche ich den Bahnhof Kottenforst. Das ist tatsächlich ein Bahnhalt aber auch Restaurant und Biergarten (Kinderspielplatz gibt es auch). Nach kurzer Kaffeepause gehts weiter durch Lüftelberg nach Meckenheim. Leichtes Knurren in der Magengegend. Wieder halte ich nah am Gleis. Am Bhf. Meckenheim gibt es das Stellwerk. Hier genieße ich leckeren Sauerbraten.


Meine heutigen Stationen im Netz:

WALDGASTSTÄTTE BAHNHOF KOTTENFORST

WALDHOTEL RHEINBACH

RESTAURANT/BAR STELLWERK MECKENHEIM

EISWERK RHEINBACH

Über Rheinbach Wormersdorf (schön durch die Felder) nähere ich mich wieder der Rheinbacher City. Da wartet mein Nachtisch. Ich gönne mir ein wirklich sehr leckeres Eis im Eiswerk bevor ich zurückkehre zum Ausgangspunkt. Insgesamt waren das etwa 25km. Alles flach und sehr gut und entspannt zu fahren. Und das Wetter hat die ganze Zeit gehalten!


4.Etappe Wachtberg - Meckenheim

Heute steht die 4.Etappe an. Nachdem ich zuvor durch Rheinbach und Meckenheim geradelt bin wäre der logische Anschluss heute eigentlich gewesen, von Meckenheim nach Wachtberg zu fahren. Ich habe mich heute Morgen allerdings bei der Rhein-Voreifel-Touristik angekündigt um über die Apfelroute zu sprechen. Deshalb also erst Wachtberg und dann weiter nach Meckenheim. Das Etappenziel wird heute die Brennerei Brauweiler sein.

Meine heutigen Apfelrouten Stationen im Internet:

RHEIN-VOREIFEL-TOURISTIK

BURG MÜNCHHAUSEN

BRENNEREI BRAUWEILER

Von Wachtberg Ließem nach Meckenheim Altendorf©
Von Wachtberg Ließem nach Meckenheim Altendorf
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Die Regenetappe

Ein bisschen schade ist es gewesen, dass gerade bei dieser landschaftlich sehr schönen Strecke das Wetter nicht mitgespielt hat. Vom Start aus bin ich auf das Radom zugeradelt. Das Wahrzeichen der Region. Leider lag es im grauen Dunst. Danke an RBRS-Hörerin Elke, die mir ein viel tolleres Foto geschickt hat.


Foto von Elke aus Berkum©
Foto von Elke aus Berkum
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Auf Höhe von Burg Odenhausen fing der Regen an und wollte bis zum Ende der Tour auch nicht mehr so richtig aufhören. Ach ja. Burg Odenhausen. Bewohnt von Familie Vieten. Ich habe den Tipp bekommen, dass die Burgführungen, die federführend der Sohn übernimmt, sehr unterhaltsam und familiär sein sollen. Ich merke mir den Tipp für einen weiteren Besuch. Meine Rast auf Burg Münchhausen lasse ich sausen. Nass ins Restaurant setzen ist nicht so vielversprechend. In einem Waldstück entdecke ich ein Stück Wanderweg, der zur sog. Feuerroute gehört. An einer der Erlebnisstationen erfahre ich mehr über die Wachtberger Vulkanlandschaft.

Eindrücke aus Wachtberg

Im Ziel ein Schnäpschen

Durchnässt und durchfröstelt erreiche ich mein Tagesziel - die Brennerei Brauweiler in Meckenheim Altendorf. Irmgard Brauweiler empfängt mich mit einem Apfelschnaps, der mich von innen wärmt. Die Brauweilers produzieren ihre Säfte und Spirituosen in Eigenregie. Ein kurzer Weg vom Feld in die Flasche. Führungen durch die Brennerei und Verkostungen werden demnächst auch wieder angeboten. Und noch`s Lütten bitte.....und den neuen Gin Us de Strüch darf ich auch probieren.


Sven besucht die Brennerei Brauweiler

Diese 4.Etappe hat ein paar Auf`s und Ab`s aber nichts was man nicht auch ohne E-Bike packt. Die Strecke führte mich über Felder, Ortschaften, Waldstücke und auch mal über "Haupt"-Straßen. Diese Strecken sind alle soweit gut asphaltiert. Wobei man schon sagen muss, dass viele Abschnitte auf der gesamten Apfelroute in einem nicht ganz so tollen Zustand sind.

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