Siegburg: Ermittlungen nach Anschlag mit Verletzten im ICE

Ein Motiv ist weiter unklar. Nach dem Sprengstoffanschlag in einem ICE nach Frankfurt an Gründonnerstag gehen die Ermittlungen aber weiter. Der Zug war ja in Siegburg gestoppt worden, nachdem ein Maskierter zwei Sprengkörper in ein Abteil geworfen hatte.

© Louis Martin

Über einhundert Zeugen werden befragt

Damit habe er zwölf Menschen leicht verletzt, heißt es von den Ermittlern. Er habe auch zwei Messer dabei gehabt und zuvor mit einem Anschlag gedroht. Seitdem sitzt der 20-Jährige wegen versuchten Mordes in U-Haft. Es geht auch um gefährliche Körperverletzung und um Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Die Ermittlungen laufen weiter, sagt uns Alexandra Wiese von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf.

Unter anderem wurde die Wohnung des Beschuldigten in Aachen durchsucht. Hierbei konnten Dokumente verschiedener Ideologien und Religionen aufgefunden werden. Darüber hinaus wurden Datenträger sichergestellt, welche nunmehr ausgewertet werden.

Die Ermittler halten sich bedeckt, welche Dokumente genau sichergestellt wurden. So sollen die Erinnerungen der Zeugen nicht verfälscht werden. Über 100 Personen werden jetzt nämlich von den Behörden befragt, ein Großteil davon Fahrgäste des ICE.

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