Abzocke und Betrug, nein danke!
Veröffentlicht: Montag, 08.03.2021 09:35
Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

Sie rufen an… oder stehen vor der Haustür und geben sich als Polizisten aus. Dieser Trick wird von Betrügern besonders häufig angewendet.
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Die falschen Polizisten behaupten, dass Geld- und Wertsachen bei Euch angeblich nicht sicher sind. Sie wollen dann Geld und Schmuck abholen und in Sicherheit bringen. Das würde ein echter Polizist niemals tun, sagt auch unser Finanzexperte Maximilian Blusch:
"Beim sogenannten Enkeltrick rufen Betrüger oder Betrügerinnen Euch – die möglichen Opfer – an und behaupten, sie seien Euer Enkel, Nichte oder ein anderer naher Angehöriger. Sie behaupten, sie bräuchten dringend Geld, um eine Wohnung anzuzahlen oder sie hätten einen Unfall gehabt und können nur mit dem geforderten Geld dem Gefängnis entgehen. Die zumeist älteren Mitbürger sollen so in Angst versetzt und ihre Hilfsbereitschaft ausgenutzt werden. Die Täter wollen mit allen Tricks an Euer Hab und Gut. Aktuell nutzen Betrüger auch die Corona-Pandemie aus und rufen Euch an und behaupten, ein enger Angehöriger sei schwer an Corona erkrankt und benötige dringend eine teure Medizin, die – natürlich - privat bezahlt werden müsse. Manchmal besuchen Euch auch angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts und bieten teuren Impfstoff an."
Betrüger setzen unter Druck, sie fordern zur Verschwiegenheit auf. Sie drängen dazu, das Gespräch z.B. auf keinen Fall zu unterbrechen. Sodass Ihr weder Angehörige noch die echte Polizei informieren könnt. Was könnt Ihr in einem solchen Fall tun?
"Brecht einen solchen Besuch oder Anruf sofort ab. Nehmt erneute Anrufversuche nicht entgegen und prüft zunächst zum Beispiel über andere Verwandte, ob die Notlage dort bekannt ist. Habt Ihr nur den kleinsten Verdacht, zögert nicht und schaltet sofort die Polizei unter 110 ein. Also bitte auf keinen Fall allein zur Bank gehen und das geforderte Geld dort einfach abheben. Niemals Geld oder Wertgegenstände an Dritte weitergeben oder an vereinbarten Stellen ablegen!“
Für die Sparkasse oder Bank ist es oft schwierig etwas zu unternehmen. Schließlich können die Institute es Ihren Kundinnen und Kunden natürlich nicht verbieten, auch hohe Summen abzuheben. Habt daher Verständnis, wenn die Mitarbeiter nachfragen und bei ungewöhnlich hohen Barabhebungen das Gespräch mit Euch suchen. Die Geldinstitute halten hierzu ein Informationsblatt für Euch bereit, der in Kooperation mit der Polizei entstanden ist. Einen Link zu den kostenlosen Informationsbroschüren der Polizei findet Ihr auch auf unserer Homepage zum Ausdrucken.
Infoflyer: https://magazine.dumontnext.de/e-magazines/schutz-vor-betrug.pdf
Weitere Infos: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/
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