Hausärzte gegen Abschaffung der Krankschreibung am Telefon
Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 12:12
Die Krankschreibung per Telefon abzuschaffen, wie es die CDU auf ihrem Parteitag gefordert hat, das bringt die Hausärztinnen und Hausärzte bei uns auf die Barrikaden. Der Verband Nordrhein, der auch für das RBRS-Land zuständig ist, sagt, das sei mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Über eine Krankschreibung entscheiden ja nicht die Patientinnen und Patienten auf ihrer Bettkante zuhause, sondern sie würde individuell ärztlich und niemals grundlos festgestellt. Wer anderes behaupte, unterstelle den Ärzten flächendeckende Urkundenfälschung. Die Folge bei Abschaffung: volle Wartezimmer, längere Wartezeiten, ein höheres Infektionsrisiko und mehr Arbeit für die Praxismitarbeiter, sagt der Verband. Die Telefon-AU abzuschaffen, verhindere keinen Missbrauch und hole die Patienten nicht aus dem Bett. Der Verband der Hausärzte bei uns fordert einheitliche Regeln, wonach eine Krankschreibung immer erst nach drei Tagen notwendig ist. So sei es im öffentlichen Dienst und bei vielen großen Unternehmen seit Jahrzehnten üblich - und das sei ressourcenschonend.


